Siemens Geschirrspüler und ihre Namensgebung

Siemens bildet gemeinsam mit Bosch die BSH-Gruppe (Bosch und Siemens Haushaltsgeräte). Zu dieser Gruppe gehören auch noch andere Markennamen, die im Bereich von Haushaltsgeräten (vorrangig Elektrogroßgeräte) aktiv sind. Da wären etwa Gaggenau und Constructa, Neff und Thermador, Viva und Ufesa sowie die Regionalmarken Pitsos und Coldex sowie Balay und Profilo zu nennen. So gut diese Joint Venture Aktionen auch technisch gesehen sein mögen, für die Namensgebung der Siemens Geschirrspüler ist festzustellen, dass auch andere Hersteller der BSH-Gruppe wie Bosch und Neff diese komplizierten Bezeichnungen übernommen haben. Für nicht wenige Kunden dürfte das ein nicht geringes Ärgernis sein.

Und da muss man diesen Kunden durchaus Recht geben. Die meisten Kunden beschäftigen sich in größeren Abständen mit dem Thema Neukauf eines Siemens Geschirrspülers. Das ist auch gut so, bedeutet das doch, dass die Geräte auf lange Laufzeiten ausgelegt sind. Ist aber eine neue Maschine fällig, so will sich der interessierte Kunde vielleicht vorab informieren, sucht auf der Homepage des Herstellers, in Verkaufsseiten und in einschlägigen Testzeitschriften nach einem passenden Gerät. Die langen, aus numerischen und alphanumerischen Zeichen bestehenden Typenbezeichnungen machen es nicht einfach, Siemens Geschirrspüler in unterschiedlichen Listen wiederzufinden.

Dass es mit den Bezeichnungen auch anders geht, zeigt beispielsweise Miele. Interessante Steilvorlagen für eine neue Nomenklatur der Siemens Geschirrspüler liefern auch andere Produktbereiche. Eine Anregung finden die Siemens-Leute vielleicht bei BMW. Noch Mitte der 1970er Jahre verwendeten die bayrischen Motorenbauer die beliebten vierstelligen Nummern, die auf den Hubraum des Motors verwiesen. Einen 1500 („Neue Klasse“ ab 1962 bei BMW) gab es auch bei Fiat und Volkswagen sowie weiteren Herstellern. Zur Abgrenzung von Karosserievarianten halfen dann Buchstaben wie etwa das CS bei BMW für die Coupés. Mit dem 520 begann der bayrische Hersteller 1972 eine ganz neue Art der Modellbezeichnung, bei der die 5 für die 5er Reihe und die 20 für 2,0 l Hubraum stand. So ergaben sich Modellvarianten bis zum 528. Ähnlich ließen sich dann ab 1975 die 3er (316-320), die 6er (628-633) ab 1976 und die 7er (728-733) ab 1977 erklären. Zusatzbuchstaben (etwa i für Injection bzw. Einspritzung) halfen, Besonderheiten herauszustellen (Beispiel: BMW 635CSi). Inzwischen hat BMW das System ausgebaut, wenngleich die hintere Doppelziffer nicht mehr zuverlässig den Hubraum angibt. Kein anderer Massenhersteller führt ähnlich lange eine Zahlen-Nomenklatur. Für die Modellgeneration ist allerdings noch eine E-Nummer notwendig.

Dennoch kann dieses Beispiel die Aufforderung zu einem neuen System der Modellbezeichnungen für Siemens Geschirrspüler unterstützen.

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